ID #1223

Wo liegen denn die Vorteile des neuen Systems, außer Display und Rechnerloser Betrieb?

Die Hauptgründe für das neue System:

Früher: Zwei externe 8-bit A/D-Wandler mit ca. 500kSps dessen Werte einzeln vom Prozessor abgefragt werden mussten.
RED: Drei integrierte unabhängige und schnelle (> 2000kSps), per Software konfigurierbare 12bit A/D Wandler mit DMA Zugriff. Dadurch sehen wir auch den Teil des Signals bevor der Schwellwert überschritten wird. Das ist sehr wichtig für eine noch genauere Positionsberechnung. Für dritten Kanal ist noch ein Verstärker für elektrische Antennen geplant, wodurch weitere Infos zum Blitz ermittelt werden können (Polarität). Weils so schön ist, kann man jeden der 3 A/D-Eingänge nochmal aufteilen, so dass insgesamt zwei Verstärker mit je drei Kanälen angeschlossen werden können.

Früher: Es gab eine feste Schwelle, deren Überschreitung von externem Komparator erkannt wurde und Controller hat sie per serieller Verbindung an den Tracker auf dem PC gesendet.
RED: Die Kontrolle des Schwellwerts ist integriert und er kann justiert werden. Der Flaschenhals zum PC existiert nicht mehr. Die CPU hat sogar einen DSP integriert, wodurch man Signale auswerten könnte (Blitz oder Störung). Es wird aber noch dauern bis das mal in Angriff genommen wird.

Früher: Firmware Update ATMega nur sehr umständlich per Programmer zu installieren.
RED: Der Programmer ist auf der Platine integriert und kann per USB-Kabel installiert werden. In Zukunft wird es auch möglich sein, die Firmware einfach per Webinterface zu erneuern. Die Firmware ist bei RED viel komplexer, aber auch viel "mächtiger". Es werden sicher noch etliche Updates folgen.

Früher: Controller hat gesendet wie er eben gerade eingestellt war oder gar nicht (= Störmodus), da es keinen Rückkanal zum Controller gab.
RED: Es gibt einen Rückkanal, der Server kann dem Controller alle Parameter vorgeben. Am wichtigsten ist natürlich die Einstellung der Verstärkung und des Schwellwerts. Bis auf die Antennentypen sind alle Glieder in der Kette dem Controller immer bekannt, selbst wenn die Parameter manuell vom Nutzer geändert werden. Das kann ebenfalls zu genaueren Ergebnissen bei der Berechnung führen.

Früher: Verstärker hatte Verzögerungen. Die Antennen haben sehr viele Störungen aufgenommen.
RED: Die Verzögerungen sind deutlich geringer und die Hoch- und Tiefpassfilter sind besser. Der Frequenzbereich der Filter ist breiter. Bei zwei der fünf Stufen lässt sich die Verstärkung digital regeln, d.h. über das Poti oder über den Controller bzw. den Server. Mit am wichtigsten an den Verstärkern ist die hinzugekommene Dämpfung der Eigenresonanz der Antennen. Dadurch werden auch weniger Störungen empfangen, eine Schirmung dürfte kaum noch nötig sein.

Früher: 12V Versorgungsspannung
RED: Nur noch 5V, was inzwischen ja quasi-Standard ist. Die Spannungen werden überwacht und werden angezeigt.

Früher: Verbindung über Seriell/USB an Computer bzw. Router. Hier gab es insgesamt auch die meisten Probleme, jeder hat halt andere Hardware/Software. Einige schalten ihre PCs auch in der Nacht ab, dadurch verschlechtert sich das Netzwerk.
RED: Verbindung per Netzwerk. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass es auch mal Probleme gibt, aber im Wesentlichen hat hier jeder die gleiche Hardware, was den Support deutlich vereinfacht.


Es dürfte hier noch einige weitere Punkte geben, zum Beispiel den zustätzlichen Analogeingang, wenn jemand irgendeine Spannung messen möchte (z.B. bei Solarbetrieb). Trotz der höheren Komplexität und Genauigkeit sollte das neue System einfacher zu Handhaben sein, was ein sehr wichtiger Punkt bei der Entwicklung war. Wer jedoch momentan noch ein "altes" aber gut funktionierendes System hat und damit zufrieden ist, der muss jetzt nicht sofort umsteigen. Es wird hier sicher noch Änderungen (Software/Hardware) geben.

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Letzte Änderung der FAQ: Fri-Jul-2013 19:59-00
Verfasser: Wolfgang Beranek
Revision: 1.0

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